Fußball News vom: 04.03.2010 - 12:24
Amerell: “Kempter hat mich für Karriere benutzt”
Der zurückgetretene frühere Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell hat FIFA-Referee Michael Kempter im Sitten-Skandal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erneut scharf attackiert.
Fussballwetten beim deutschen Wettanbieter Tipico
Der inzwischen zurückgetretene frühere Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell hat FIFA-Referee Michael Kempter im Sitten-Skandal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erneut scharf attackiert. “Kempter hat mich für seine eigenen Motive, für seine Karriere benutzt”, sagte Amerell vor dem Zivilverfahren gegen den DFB am Donnerstag vor dem Landgericht München dem TV-Sender Sat.1: “Ich unterstelle Kempter, dass er in einer Dreistigkeit lügt, wie ich es in meinem Leben noch nicht gehört habe.”
Gegen Amerell, am Donnerstagabend (22.15 Uhr) Gast in der Sat.1-Sendung “Kerner”, gibt es Vorwürfe von Kempter und drei weiteren Unparteiischen. Der 62-Jährige will in dem Zivilverfahren eine einstweilige Verfügung erreichen, wonach der DFB nicht mehr von “sexueller Belästigung und Übergriffen” in Bezug auf seine Person sprechen darf.
Kempter kehrt am Wochenende wohl nicht zurück auf den Platz
Michael Kempter wird indes am Wochenende nicht auf den Platz zurückkehren. Das berichtet die Sat.1-Sendung “Kerner” und beruft sich dabei auf DFB-Kreise. Ursprünglich war es angedacht, dass der 27-Jährige am Sonntag ein Zweitliga-Spiel leiten soll, im Gespräch war die Partie zwischen Union Berlin und dem MSV Duisburg.
Unterdessen liegt der Süddeutschen Zeitung eine Mail von Kempter an Amerell vom 21. Oktober 2008, drei Tage nach dem Erstligaspiel zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund, vor. Darin soll von “Schatz” und “gemeinsam verbrachter Zeit” die Rede sein. Damit wäre die Glaubwürdigkeit des DFB-Kronzeugen Kempter empfindlich beeinträchtigt.
Gegen Kempter selbst gibt es einen Vorwurf eines Schiedsrichterassistenten, dass Kempter sich diesem am 13. Mai 2009 “genähert” haben soll. Kempter bestreitet dies und hat bislang Rückendeckung vom DFB erhalten. Es gebe keinen Fall Kempter, sagte Ralf Köttker, Geschäftsführer Medien beim DFB.
(c) sid



