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Johannesburg

Johannesburg, die Stadt des Goldes, die auch Joburg genannt wird, ist die größte Metropole in Südafrika und Zentrum der Provinz Gauteng, die im östlichen Teil des südafrikanischen Zentralplateaus in etwa 1753 Meter ü. NN. gelegen ist und im Jahre 1886 gegründet wurde. Seine Fläche umfasst etwa 1644 qkm.
Diese Provinz charakterisiert einen sehr dicht besiedelten Großraum mit zahlreichen modernen Satellitenstädten wie etwa der Hauptstadt Pretoria, der mehr und mehr zu einer gigantischen Mega-Metropole zusammenwächst.


Johannesburg
Stadt Johannesburg in Südafrika
(c) South African Tourism

Die Stadt Johannesburg selbst ist mit mehr als 3,3 Millionen Einwohnern sowohl wirtschaftliches Zentrum als auch ökonomischer Motor von Südafrika. Etwa ein Fünftel des südafrikanischen Bruttosozialproduktes wird hier erwirtschaftet.
Der Bergbau war dabei der eigentliche Ausgangspunkt der Entwicklung am so genannten Witwatersrand. Ebenfalls Industriezweige wie die Stahl- und Zementindustrie und noch weitere Branchen haben sich in Johannesburg erfolgreich angesiedelt.
Über die Hälfte der Einwohner leben in den Vororten von Johannesburg, also in Soweto, Diepkloof und Orange Farm im Südwesten der Stadt.

Johannesburg ist die Stadt der Goldminen, von deren ursprünglichen Minenbetrieben allerdings heute nur noch wenige innerhalb des Stadtgebietes genutzt werden. Trotzdem hat sich hier eine vielschichtige Infrastruktur um die Minen und deren Abraumhalden herum entwickelt. Deshalb wundert es auch niemanden, dass alle Minengesellschaften sowie die großen Bank- und Kapitalgesellschaften ihren Hauptsitz in Johannesburg haben. Das Zentrum des südafrikanischen Kapitalmarktes, die Börse von Johannesburg, besteht seit dem Jahre 1887 und hat alle wichtigen Firmen Südafrikas hierher gelockt.

Auch für den internationalen Tourismus ist Johannesburg die erste Adresse und das eigentliche Tor nach Südafrika, das von beinahe allen großen Fluggesellschaften täglich angesteuert wird. Die meisten Touren- und Safariveranstalter wählen diese quirlige Metropole ebenfalls als Ausgangspunkt für ihre Rundreisen.

Johannesburg bietet seinen Gästen und Besuchern ein äußerst vielseitiges Kulturangebot und ist damit ein klassisches Touristenziel. Etwa 25 km nordwestlich der Stadt liegen die Sterkfontein-Höhlen. Hier wurden weltberühmte Fossilien gefunden die die Wiege der Menschheit beschreiben und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Der riesige Vergnügungs- und Themenkomplex „Gold Reef City“ liegt südlich der Innenstadt und vermittelt den Besuchern viele interessante Eindrücke vom Leben und Arbeiten der ehemaligen Minenarbeiter in bis zu 200 m Tiefe. Das Carlton Cente gilt mit seinen 50 Etagen und 220 m Höhe als das höchste Gebäude Afrikas und bietet von der in 202 m Höhe gelegenen Aussichtsplattform aus einen herrlichen rundum Blick über große Teile der Innenstadt von Johannesburg.
Etwas westlich gelegen ist Newtown, ein ehemaliges Marktgebäude, das seit 1976 das Market Theatre und das Museum Africa beheimatet. In diesem Komplex gibt es insgesamt drei Theater, zwei Galerien, verschiedene Restaurants und Bars, einen Jazzclub und einen sonntäglichen Flohmarkt.
Das Diamond Building präsentiert die gigantische Macht und den Reichtum, der durch die Diamantindustrie ins Land kam und seine äußere Form erinnert durch die spiegelverglasten Fenster tatsächlich irgendwie an einen Diamanten.

Natürlich ist auch der „Elitesport“ in Johannesburg zu Hause. So befindet sich zum Beispiel die durch den Formel-1 Rennsport bekannt gewordene Rennstrecke „Kyalami Grand Prix Circuit“ im Norden der Stadt. Hier wurde von 1967 bis 1993 der „Große Preis von Südafrika“ ausgetragen. Derzeit wird die Strecke allerdings abgerissen und durch eine modernere etwas weiter außerhalb der Stadt ersetzt. Johannesburg ist ebenfalls die Heimat vieler namhafter Fußball-, Cricket- und Rugby-Vereine. Interessierte und sportbegeisterte Besucher können sich hier aber noch unzähligen weiteren Freizeitaktivitäten hingeben wie etwa Hubschrauberrundflügen und Fallschirmspringen, Ballonfahrten, dem Felsenklettern oder dem ausgefallenen Bogen- und Tontaubenschießen.