Fußball News vom: 23.11.2006 - 15:05
FIFA zeigt WM-Teilnehmer Iran die Rote Karte
Die internationalen Fußball-Wettbewerbe werden vorerst ohne den Iran stattfinden. Der WM-Teilnehmer wurde wegen staatlicher Einmischung vom Weltverband FIFA für unbestimmte Zeit suspendiert.
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WM-Teilnehmer Iran darf nach der Suspendierung durch den Fußball-Weltverband FIFA für unbestimmte Zeit nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Damit reagierte die FIFA auf die Einmischung der Regierung in Angelegenheiten des nationalen Verbandes (IRIFF). Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM in Deutschland hatte die iranische Regierung Verbandspräsident Mohammad Dadgan abgesetzt. Dagegen sieht die FIFA in Dadgan weiter den legitimierten Präsidenten des Verbandes.
Im August hatten die FIFA und die Fußball-Konföderation Asiens (AFC) dem iranischen Fußball-Verband für die Wiedereinsetzung von Präsident Mohammed Dadgan und die Einhaltung der maßgebenden Bestimmungen der FIFA-Statuten eine Frist bis zum 15. November gesetzt. Die FIFA und die AFC machten gegenüber dem Verband unmissverständlich klar, dass sie Dadgan und seine Vorstandskollegen als anerkannte und rechtmäßige Führung des IRIFF erachteten. Die Frist wurde vom Verband aber nicht eingehalten.
Neuwahlen unter FIFA-Kontrolle
Da die Lage des iranischen Verbandes nicht in Einklang mit den Grundsätzen der FIFA-Statuten zu bringen ist, suspendierte das FIFA-Dringlichkeitskomitee unter Präsident Joseph S. Blatter den Iran am Mittwoch von allen internationalen Wettbewerben.
Zudem verabschiedeten FIFA und AFC einen Aktionsplan. So soll der iranische Verband neue Statuten auf der Grundlage der FIFA-Standard-Statuten einführen. Anschließend sollen unter der Kontrolle der FIFA Präsidiums-Neuwahlen stattfinden. Die Aufhebung der Suspendierung hängt davon ab, ob der Aktionsplan von den zuständigen Behörden in Teheran akzeptiert und in der Folge vollständig umgesetzt wird.
(c) sid



