Fußball News vom: 23.06.2006 - 19:20
Werbeverbot für private Wettanbieter verärgert DFB
Laut einem Beschluss der Ministerpräsidenten soll künftig privaten Wettanbietern das Werben verboten und das staatliche Monopol auf Sportwetten gestärkt werden. DFB und DFL sind über diese Maßgabe verärgert.
Fussballwetten beim deutschen Wettanbieter Tipico
Privaten Wettanbietern soll künftig die Werbung untersagt und das staatliche Monopol auf Sportwetten in Deutschland gestärkt werden. Dieser Beschluss der Ministerpräsidenten ist beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf großes Unverständnis gestoßen.
Einen Tag nach der Entscheidung der Länderchefs in Berlin kündigten die beiden wichtigsten deutschen Fußball-Gremien in einer Presseerklärung an, mit einer gemeinsamen Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Ligadirektors Wilfried Straub den Fußball “vor weiteren Schritten, die einer wirtschaftlichen Enteignung gleichkommen” bewahren zu wollen. Zudem wollen DFB und DFL die Gründung eines eigenen Sportwettsystems weiter forcieren.
Die Fußball-Verbände kündigten zudem Gespräche mit dem neuen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) an, in denen erörtert werden soll, inwieweit der Sport in Deutschland in der Lage ist, eine gemeinsame Linie zu vertreten. Die Werbung für Sportwetten “auf allen Ebenen zu verbieten”, zugleich aber “Werbemöglichkeiten für andere Wettarten mit ungleich höherer Suchtgefahr, wie z.B. Spielbanken und Lotto zuzulassen”, wurde in der Pressemitteilung als “pure Heuchelei” bezeichnet.
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