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Betfair Fussballwetten – Testbericht

Obwohl Betfair mit dem Gründungsjahr 1999 auf eine nicht ganz so lange Tradition zurückblicken kann wie einige andere britisch-stämmige Buchmacher, hat sich das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Anbieter auf der Insel entwickelt.

Grund dafür ist nicht zuletzt die Tatsache, dass es sich bei Betfair lange Zeit um gar keinen klassischen Buchmacher handelte, sondern um eine sogenannte Wettbörse.

In dem Fall agiert das Wettunternehmen lediglich als Vermittler, das selbst keine Quoten festlegt. Diese richten sich stattdessen nach Angebot und Nachfrage der Kunden, die online gegeneinander wetten.

Der Vorteil im Vergleich zum klassischen Bookie besteht darin, dass in die Quoten keine Gewinnmarge miteingerechnet wird und diese somit höher offeriert werden als bei konventionellen Anbietern.

Allerdings musste sich Betfair als Wettbörse 2012 aus dem deutschen Markt zurückziehen, da das Geschäftsmodell nicht mit der neuen Sportwettensteuer vereinbar war.


Betfair Fußball WettenDass sich Betfair nun wieder am deutschen Markt zurückmeldet, ist aber weniger der Gnade der staatlichen Behörden geschuldet, sondern vielmehr auf die Implementierung eines klassischen Sportsbooks, welches seit 2013 feilgeboten wird und auf das auch Kunden im deutschsprachigen Raum zurückgreifen können.

Ein Comeback der Wettbörse im deutsprachigen Raum ist in naher Zukunft allerdings nicht vorgesehen.
 


 


Womöglich auch deshalb, weil Betfair seine Kernmärkte ohnehin wo anders sieht: allen voran in Großbritannien, wo nicht nur die Wurzeln des Buchmachers liegen, sondern auch dessen Hauptsitz.

Zusätzliche Bedeutung erhält dieser Markt für Betfair durch jene Tatsache, dass 2016 die Fusion mit dem irischen Bookie Paddy Power vonstattenging.

Dieser Zusammenschluss hatte zudem Auswirkungen auf das hauseigene Buchmacherangebot – positive wohlgemerkt. Davon profitieren nun auch Kunden aus Deutschland und Österreich.

Was Betfair im Detail richtig macht und wo wir noch Verbesserungsbedarf verorten, darüber soll folgender Testbericht aufklären:

Infobox Betfair

 

Inhaltsverzeichnis Betfair Testbericht

Der Testbericht ist zur besseren Übersicht in insgesamt acht Kategorien untergliedert, in welchen die Erfahrungen der Testredaktion aufbereitet werden.


 

1. Betfair Steckbrief

Herkunftsland: Großbritannien
Unternehmenssitz:London (UK)
Gründungsjahr: 1999
Online Sportwetten seit: 2013 (Sportsbook)
Mitarbeiter: k. A.
Wettlizenz: u.a. Malta, GB, Deutschland
Anzahl der Wettkunden: rund 4 Millionen


 

2. Reichhaltiges Angebot an Spezialwetten

Wichtigster Punkt neben den Quoten ist natürlich das Angebot – und dieses hat es bei Betfair in sich. Aber nicht nur, was die Sportauswahl betrifft; auch zeichnet sich das Betbook durch eine ungeheure Tiefe aus – allen voran in der Kategorie Fußball.

Dass die schönste Nebensache der Welt auch des Tippers liebstes Kind ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Kein Wunder, dass die meisten Sportwetten Anbieter längst dazu übergegangen sind, das Angebot nicht nur auf die europäischen Top-Ligen zu beschränken, sondern auf unzählige Länder und Wettbewerbe auszuweiten.

So auch dieser Buchmacher, in dessen Angebot nahezu jede Liga vertreten scheint: Von bei A wie Armenien über L wie Luxemburg bis hin zu V wie die Vereinigten Arabischen Emirate.

Ebenfalls von Interesse ist für viele Tipper, inwieweit das Angebot auch Ligen abseits der höchsten Spielklasse umfasst. Hier lässt sich der Bookie jedenfalls nicht lumpen und offeriert beispielsweise in Deutschland und Österreich sogar Partien aus den jeweiligen Regionalligen.

Am ausführlichsten ist die Offerte aber freilich in Bezug auf den Heimatmarkt. Wird die Kategorie England ausgewählt, lassen sich sogar Wetten auf Spiele der sogenannten Professional Development League platzieren, an der ausschließlich U23 Mannschaften teilnehmen dürfen.

 

Auch das Thema Langzeitwetten wird relativ ausführlich behandelt, sofern die englische Premier League als Wettmarkt ausgewählt wird. Deutlich sparsamer gibt sich Betfair dagegen mit seinem Antepost-Angebot in anderen Ligen. Fans der Bundesliga oder Primera Division werden bei Betfair höchstens das Al­ler­not­wen­digs­te auffinden.

 

Nichts zu beanstanden gibt es allerdings in puncto Spezialwetten. Hierbei setzen die Briten nämlich neue Maßstäbe. Für Spiele aus den populärsten Ligen stehen unzählige Auswahloptionen bereit.

 

Spezialwetten Betfair

 

Angefangen bei sogenannten Quickbets, bei denen es Ereignisse innerhalb einer bestimmten Zeitspanne vorherzusagen gilt, bis hin zu den ausführlichen Spieler-Wettmärkten (siehe Screenshot).

Garniert wird das Wettangebot noch mit einem hilfreichen Statistiktool, welches praktischerweise direkt beim Wettereignis eingebunden ist.


 

3. Starke Quoten, vor allem in Premier League

Am Ende des Tages geht es natürlich auch beim Wetten hauptsächlich ums Geld. Umso wichtiger ist daher eine hohe Payout-Ratio.

Diese besagt, welcher Prozentsatz der eingegangenen Wetteinsätze auf ein Ereignis als Gewinn an die Kunden ausgeschüttet wird.

Wie schon zu erahnen ist, richtet sich der Wert nicht zuletzt nach der Beliebtheit der Ereignisse. Das heißt: Während Spiele der Königsklasse in den meisten Fällen einen Quotenschlüssel von rund 95% oder mehr aufweisen, müssen sich etwa Fans der 2. Deutschen Bundesliga für gewöhnlich mit einer niedrigeren Payout-Ratio abfinden.

 


Im Falle von Betfair sind das rund 91%, was jedoch im Vergleich mit anderen Buchmachern einen soliden Wert darstellt. Begegnungen der Champions League oder 1. Bundesliga werden für gewöhnlich zu einem Auszahlungsschlüssel von rund 94% offeriert, was wir als ausbaufähig erachten – vor allem, weil ein Schwenk in Richtung Premier League zeigt, dass diesbezüglich sehr wohl noch Luft nach oben ist.


 

So wird Englands höchste Spielklasse, aber auch die spanische Primera Division im Schnitt mit einer Payout-Ratio von 97% ausgestattet. Vereinzelte Ausreißer in beide Richtungen sind selbstverständlich immer möglich, handelt es sich letztlich doch lediglich um einen Durchschnittswert.

 

top flop betfair

 

Gut möglich also, dass in Einzelfällen sogar Bundesliga-Partien mit Quotenschlüssel von 97 oder mehr anzutreffen sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich um eine ausgesprochen populäre Begegnung handelt und die Wette erst kurz vor dem Anpfiff platziert wurde.

Buchmacher heben ihre Auszahlungsschlüssel mit nahendem Spielbeginn für gewöhnlich nämlich deutlich an. Ebenso normal ist es, dass die Payout-Ratio bei den Live-Wetten etwas niedriger angesetzt ist als im Pre Match-Bereich. Bei Betfair hält sich dieser „Absturz“ allerdings in Grenzen.


 

4. Keine Fußball-Livestreams für deutsche Kunden

Überhaupt hinterlässt das Livewetten Center des Bookies im Großen und Ganzen einen recht guten Eindruck. Abgesehen von der optischen Komponente weiß Betfair auch mit seinem Live-Angebot zu überzeugen.

Betfair Live WettenZwar hebt sich die Auswahl nicht sonderlich von jener bei anderen beliebten Wettanbieter ab, Tipper finden aber zu jeder Tages- und Nachtzeit im Livewetten Center genügend Sportevents vor. Diese lassen sich natürlich je nach Sportart selektieren, womit eine noch bessere Übersicht erreicht wird.
 
Bild rechts: Eine Besonderheit stellt die Möglichkeit dar, sein Livewetten Portfolio von einem sogenannten „Mehrfachwetten-Assistent“ zusammenstellen zu lassen. Dieser sucht auf Basis eines vom User vorgegebenen Quotenspielraumes mehrere (Livewetten-)Ereignisse heraus und fügt diese zu einer Kombiwette zusammen.
 
Eine nette Spielerei, die jedoch nicht dafür entschädigen kann, dass im deutschsprachigen Raum keine Fußball-Liveübertragungen feilgeboten werden. Kunden aus Großbritannien, Irland, Malta und Gibraltar kommen hingegen in den Genuss, auf jährlich bis zu 100.000 Streams zurückgreifen zu können.

Weitere Abzüge gibt es für das Fehlen eines Livewetten Kalenders. Zwar ist es möglich, die für den jeweiligen Tag geplanten Liveevents vorab einzusehen, diejenigen, die allerdings noch weiter in die Zukunft gehen möchten, werden dagegen enttäuscht.


 

5. Wetten bis ins deutsche Fußball-Unterhaus

Ungeachtet dessen, dass Betfair seine Wurzeln, aber auch sein wirtschaftliches Kerngebiet auf der britischen Insel verortet, kommen Fans des deutschen Fußballs bei diesem Bookie nicht zu kurz.

Wie bereits beim Punkt Wettprogramm angesprochen wurde, beschränkt sich die Offerte nicht nur auf die 1. und 2. Bundesliga, sondern reicht sogar bis in den semi-professionellen Bereich hinab.

Freilich ist das Angebot einzelner Spezialwetten von Liga zu Liga unterschiedlich breit gefächert. Während die Bundesliga oft mit rund 100 verschiedenen Sonderwetten pro Spiel aufwartet, müssen Tipper, die eine Partie aus der Regionalliga ausgewählt haben, mit deutlich weniger Auswahlmöglichkeiten klar kommen.

Langzeitwetten entfallen ab der 2. Bundesliga sogar zur Gänze, wobei die Angebotsvielfalt– abgesehen von jener in der Premier League – generell recht mager ist. So beschränkt sich die Antepost-Offerte während unseres Testzeitraums sogar in der 1. Bundesliga auf lediglich zwei unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten.


 

6. Geldtransfer nicht immer gebührenfrei

Wer Wettgewinne von seinem Wettkonto beheben oder dieses mit frischem Geld versorgen möchte, kann dies gleich auf mehrerlei Wege tun.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass sämtliche Transaktionen komplett reibungslos verlaufen, was aber ohnehin dem absoluten Mindeststandard entspricht.

Kein Muss, aber in jedem Fall erfreulich ist es, wenn Buchmacher für Überweisungen keine Gebühren einheben. Leider gehört Betfair zu jenen Anbietern, die ihren Kunden vor allem bei der Einzahlung Bearbeitungsgebühren in Rechnung stellen. Dies trifft aber nur auf die Paysafecard zu.

Was die Mindestbeträge anbelangt, zeigen sich die Briten nicht gerade großzügig. Satte 15 Euro müssen beispielsweise mindestens aufgeladen werden, sofern die Einzahlung über Kreditkarte oder Neteller erflogt.


 

7. Kundensupport auch via Twitter

Wie kundenfreundlich ein Buchmacher auf jemanden wirkt, ist am Ende immer subjektiv und hängt damit zusammen, auf welche Dinge man als User besonderen Wert legt. Die Palette reicht hier von einem freundlichen Kunden-Support bis hin zu einem ansprechenden Bonusangebot.

Betfair weist diesbezüglich leider in allen Bereichen – mal kleinere, mal größere – Schwächen auf. Angefangen beim Hilfe-Center, in dem sich keine deutsche Telefonhotline auffinden lässt. Um mit einem Kundedienst-Mitarbeiter direkt in Kontakt zu treten, werden lediglich Online Formular sowie Live Chat angeboten.

Alternative Möglichkeiten, Hilfe zu beziehen, sind der FAQ-Bereich, der immerhin komplett ins Deutsche übersetzt wurde, und der Customer Support via Twitter(https://twitter.com/betfaircs). Dieser wird rund um die Uhr betreut, an sieben Tagen in der Woche, hat aber einen großen Nachteil: Die Kommunikation erfolgt ausschließlich in englischer Sprache.

 

Kundenservice

Auch über die sozialen Medien erreichbar: Der Kunden-Support von Betfair.


 

Überhaupt werden User, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, bei Betfair immer wieder auf sprachliche Barrieren stoßen. Obwohl sich der Buchmacher sichtlich darum bemüht, sein Angebot möglichst in der jeweiligen Landessprache anzubieten, sind viele Inhalte auf der Website – z.B. Promo-Aktionen oder Newsletter – auf Englisch verfasst.

Auch beim Neukunden-Bonus (100% bis zu 100 Euro) ist nicht alles Gold, was glänzt. So erhält man das Willkommensgeschenk beispielsweise nur dann, wenn die hierfür qualifizierende Ersteinzahlung (min. 10 Euro) via Kreditkarteninstitut oder Paypal vorgenommen wurde.

Der Clou: Bei beiden Varianten entfallen Bearbeitungsgebühren. Darüber hinaus ist der Bonus Kunden aus Deutschland vorbehalten. Dafür weiß Betfair mit moderaten Umsatzbedingungen zu überzeugen.

 

Umsatzbedingungen für den Betfair Bonus:

  • Gesamtsumme muss 3 x in Sportwetten umgesetzt werden
  • Mindestquote beträgt 1,60
  • Zugelassen sind neben Pre Match- auch Livewetten-Events sowie Einzel- und Mehrwegwetten.
  • Bedingungen müssen innerhalb von 90 Tagen erfüllt sein.

 

Abschließend sei noch auf die Cashout-Funktion hingewiesen, die es Kunden ermöglicht, noch vor Ablauf eines Ereignisses potenzielle Wettgewinne einzustreichen bzw. Verluste zu minimieren.


 

8. Ist Betfair ein seriöser Anbieter?

Diese Frage kann eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden, ist der Name hier doch buchstäblich Programm. Davon zeugt schon allein der reibungslose Geldtransfer zwischen dem Buchmacher und seinen Wettkunden (siehe Punkt 6). Darüber hinaus ist das Unternehmen an der London Stock Exchange notiert und somit in jeder Hinsicht transparent.

Für ein zusätzliches Sicherheitsgefühl sorgen eine Vielzahl an staatlichen Lizensierungen sowie die Tatsache, dass Betfair unter seinem Dach auch noch mehrere bekannte Schwesterunternehmen vereinigt (Paddy Power, Sportsbet, TVG).

 


„Paddy Power Betfair has always focused on regulated markets and subsequently derives 96% of its total revenue from fully-regulated markets, namely the UK, Ireland, Australia, US, Spain, Italy, Denmark, Bulgaria, Romania, Malta and Gibraltar.

We will continue to focus investment on markets with good regulatory visibility, and continue to take a cautious approach to unregulated markets…“

– …heißt es auf der Website des Buchmachers.


 

Obendrein stehen mit dem FC Arsenal und Barcelona zwei der weltweit populärsten Sportvereine für die Seriosität dieses Buchmachers ein – und zwar in Form einer globalen Wett-Partnerschaft mit Betfair.

Ganz zu schweigen davon, dass über 4 Millionen aktiven Nutzer nicht irren können.

 

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Betfair eine Bereicherung für den deutschsprachigen Wettmarkt darstellt. Nicht nur aufgrund des überaus reichhaltigen Fußball-Angebots sowie des hohen Quotenniveaus, sondern auch wegen einer optisch ansprechenden Website sowie diverser Spezial-Funktionen wie Quickbets, Kombiwetten-Versicherung („Kombi Edge“) und der Tatsache, dass Befair die deutsche Wettsteuer aus der eigenen Tasche begleicht. In anderen Bereichen hat der Bookie dagegen vermehrt Nachholbedarf. Vor allem in puncto Kundenfreundlichkeit ist die Beletage noch längst nicht erreicht. Auch ein Wegfallen der Bearbeitungsgebühren bei Ein-und Auszahlung wäre im Sinne des Kunden zu begrüßen.


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