Olympia 2012 Fußball Teilnehmer Gabun - Kader und Mannschaft
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Für den Gabun ist es etwas Neues, zu den besten ihres Kontinents zu gehören. Dementsprechend motiviert gehen die Kicker in das bevorstehende olympische Turnier in London. Schon die Qualifikation für das Groß-Event ist etwas Besonderes für den zentralafrikanischen Staat. Noch mehr erfüllt es die Beteiligten allerdings mit Stolz, als beste Mannschaft Afrikas an Olympia teilzunehmen.
Eine faustdicke Überraschung
Beim Qualifikationsturnier in Marokko erspielte sich Gabun Platz eins. Eine erste Kostprobe ihres Könnens zeigten die Kicker des 1,5-Millionen-Einwohner-Staates schon im Play-off für die Ausscheidung in Marokko, als man Mali mit 1:0 bezwang.
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Dann nahm es allerdings den gewohnten Gang eines Außenseiters. Zum Auftakt setzte es eine 0:1-Niederlage gegen Ägypten. Als darauf ein 1:1 gegen Südafrika folgte, glaubte kaum jemand noch an einen Sieg gegen die Elfenbeinküste und den Aufstieg in die K.O.-Phase. Doch selbst nach einem 0:1 kamen die Zentralafrikaner zurück und siegten letztlich noch 3:1 gegen die sonst übermächtigen Ivorer.
Gegen den überlegenen Gruppensieger der Parallelgruppe, den Senegal, war man daraufhin auch im Halbfinale klarer Underdog, doch Gabun hatte in der Verlängerung die besseren Nerven und siegte letztlich noch 1:0. Auch gegen Marokko im Finale war die Ausgangslage ähnlich, zuerst 0:1 zurück und letztlich der völlig verdiente, wenn auch überraschende Turniersieg.
Ein Team der No-Names
Sollte sich das Team von Claude Mbourounot in London ähnlich verhalten und bis zuletzt an den Sieg glauben, ist nicht nur der Aufstieg in der schwierigen Gruppe B mit der Schweiz, Mexiko und Südkorea denkbar. Um in Großbritannien erneut überraschen zu können, braucht es allerdings Einiges.
Die Stars der Mannschaft sind etwa Lorients Innenverteidiger Bruno Ecuele, der seit einigen Jahren in Frankreich überzeugt und mittlerweile schon 33 Länderspiele auf dem Buckel hat. Oder etwa St. Etiennes Star-Goalgetter und ehemaliger französischer U21-Teamspieler Pierre Aubameyang, der letzte Saison 16 Tore in der Ligue 1 erzielte und im Winter fix vom AC Milan nach Frankreich übersiedelte.
Überhaupt ist die Grande Nation ein beliebtes Pflaster bei den Zentralafrikanern. So spielen etwa auch Andre Biyogo bei Bordeaux oder Stevy Nzambe und Alexander N’Doumbou bei Marseille. Wieder andere wie Ü23-Torwart Didier Ovono spielten in Frankreich, sind derzeit aber vereinslos.
Allgemein kicken allerdings die meisten der jungen Kicker, mit Muller Dinda Kambambela und Axel Meye sind immerhin zwei 95er im Kader (Stichtag ist der 1.1.1989), aber noch in der Heimat. Die Panther werden ihr Land gebührend vertreten, aber ein Aufstieg wäre schon eine Sensation, auch wenn das ganze Land mitfiebert.
Kader
Torhüter: Nick Moundounga (Sogea Libreville), Didier Ovono* (Vereinslos), Anthony Mfa Mezui (FC Metz)
Verteidigung: Muller Dinda Kambambela (Cercle Mberi), Stevy Nzambe (Olympique Marseille), Bruno Ecuele* (Lorient), Remy Ebanega (Bitam), Emmanuel Ndong (Sogea Libreville)
Mittelfeld: Franck Engongah (USM Libreville), Alexander N’Doumbou (Olympique Marseille), Levy Madinda (Celta Vigo), Merlin Tandjigora (US Jeanne d’Arc), Mabikou Boussoughou (Moanda), Andre Biyogo (Girondins Bordaux), Henry Ndong (Bitam), Jerry Obiang (Sogea Libreville), Samson Mbingui (Moanda)
Angriff: Allen Nono (USM Libreville), Pierre Aubameyang (St. Etienne), Axel Meye (US Bitam), Romuald Ntsitsigui (Moanda), Lionel Yakouya (Pelican)
*Spieler über 23 Jahre
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