Nur 56 Straftaten beim Confederations Cup
Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hat eine positive Sicherheitsbilanz für den Confederations Cup gezogen. Lediglich 56 Straftaten wurden bei der Generalprobe für die WM 2006 registriert.
Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hat sich nach dem Confederations Cup für den Sicherheits-Bereich zufrieden gezeigt und eine positive Bilanz des Probelaufes zur WM 2006 in Deutschland gezogen. Nach Angaben der Koordinierungsstelle für polizeilich relevante Informationen sind bei den 16 Spielen der “Mini-WM” insgesamt nur 56 Straftaten bemerkt worden.
“Jetzt geht es an die Feinabstimmung”
“Wir haben unsere Einsatzpläne im Echtbetrieb testen können, und die Konzepte stimmen. Jetzt geht es an die Feinabstimmung”, erklärte Nordrhein-Westfalens neuer Innenminister Ingo Wolf (FDP) in Neuss und fügte hinzu: “Absolute Sicherheit gibt es nicht. Unsere Erfahrungen mit dem Confederations Cup verdeutlichen jedoch, dass notwendige Sicherheitsmaßnahmen den fröhlichen Charakter eines Fußball-Turniers nicht beeinträchtigen müssen.”
Als negativ hob auch Wolf die vier Zwischenfälle durch auf die Spielfelder gelaufene Störenfriede hervor: “Das zeigt uns und den Veranstaltern, dass die Ordnungsdienste ihre Sicherheitsmaßnahmen noch verbessern müssen. Wir haben dabei nicht so gut ausgesehen. Andererseits erkennen wir dadurch Lücken im Sicherheitssystem, die wir bis zur WM schließen werden.”
Als Straftaten registrierte die ZIS am Rande des “Confed-Cups” neben Diebstählen und Betrugsdelikten häufig unter Alkoholeinfluss verübte Körperverletzungen. Dabei hätten die Täter vereinzelt auch mit leeren Bierflaschen geworfen.
Die ZIS-Experten in Neuss erhielten während des 14-tägigen Turniers von insgesamt rund 40 Einsatzkräften aus den Polizeien der Länder und des Bundes Unterstützung. Außerdem arbeitete die ZIS eng mit den angereisten Verbindungsbeamten aus Argentinien, Brasilien, Griechenland und Mexiko zusammen. Aus den Ländern der weiteren Teilnehmer Australien, Japan und Tunesien waren keine Experten nach Deutschland gekommen.
(c) sid
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