Frankfurter Dach leckte wohl wegen Verunreinigung
Das Stadiondach in der Frankfurter WM-Arena hat offenbar aufgrund einer Verunreinigung geleckt. Laut Horst R. Schmidt, 1. Vize-Präsident des Organisationskomitees für die WM 2006, bestand aber keine Gefahr für die Fans.
Beim Finale um den Confederations Cup zwischen Brasilien und Argentinien (4:1) am Mittwochabend machte nur das Stadiondach in der Frankfurter WM-Arena Probleme. Grund für die Bruchstelle im Dach sei laut Horst R. Schmidt, 1. Vize-Präsident des Organisations-Komitees für die WM 2006 in Deutschland, “möglicherweise eine Verunreinigung” gewesen. Es habe aber “zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Spieler und Zuschauer bestanden”, erklärte Schmidt. Der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies allerdings darauf hin, dass ohne ein Dach die Begegnung auf Grund der heftigen Niederschläge möglicherweise hätte unterbrochen werden müssen.
Monsunartiger Niederschlag an der Eckfahne
Wegen heftiger Unwetter war das Stadiondach kurz vor dem Anpfiff des Finals am Mittwoch geschlossen worden, hielt jedoch den Regenmassen bei der “Hallen-Premiere” nicht stand. Insbesondere auf Höhe einer Eckfahne auf der Haupttribünenseite hatte sich ein Loch im Dach aufgetan, durch das der Regen fontänenartig auf das Spielfeld niederprasselte. In der Halbzeitpause kämpften Stadionbedienstete mit Besen und Heugabel, die in den Rasen gestochen wurden und einen Abfluss des Sturzbaches vom Stadiondach ermöglichen sollten, gegen die Wassermassen.
Erinnerungen wurden durch den Vorfall an die WM 1974 geweckt, als sich in der zweiten Finalrunde am 3. Juli 1974 Deutschland und Polen im Frankfurter Waldstadion gegenüberstanden. Nach einem Wolkenbruch musste der Anpfiff der Partie verschoben werden. Mit Walzen wurde damals versucht, den Rasen von den Niederschlägen zu befreien. Zentimeterhoch stand das Wasser auf dem Spielfeld. Das Spiel konnte dann doch ausgetragen werden, Deutschland gewann durch einen Treffer von Gerd Müller 1:0 und zog ins WM-Finale am 7. Juli 1974 gegen die Niederlande (2:1) ein.
Trotz der neuerlichen Panne habe das Stadion die Bewährungsprobe aber bestanden, so Schmidt. Er räumte allerdings ein: “Dadurch, dass das Stadion erst kurz vor dem Konföderationen-Pokal fertig wurde, konnten wir den Ernstfall nicht mehr testen.”
Zuschauer nicht begeistert
Unmut hatte sich auch bei zahlreichen Zuschauern breit gemacht, die trotz der Überdachung im wahrsten Sinne des Wortes im Regen standen. “Es waren außergewöhnliche Umstände mit sehr starken Winden, die den Regen ins Stadion getrieben haben”, sagte Schmidt und entschuldigte sich bei den Fans.
(c) sid
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