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Fußball News vom: 17.06.2017 - 08:00

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Fußball International Nationalmannschaft

Confed Cup: Australien – Deutschland – Vorschau, Wettquoten & Tipp

Der vielerorts ungeliebte Confed Cup droht nach der diesjährigen Ausgabe auf ewig in der FIFA-Mottenkiste zu verschwinden. In Russland möchte die DFB-Auswahl nun die wohl unwiderruflich letzte Chance nutzen, sich auf den allerletzten Drücker doch noch in der Siegerliste zu vermerken.

Confed Cup: Australien – Deutschland – Vorschau, Wettquoten & Tipp
Lars Stindl (l.) und Sandro Wagner (r. ) dürfen in Russland erstmals Turnierluft schnuppern. - © Marvin Ibo Guengoer/dpa Picture Alliance

Obwohl der Weltmeister die WM-Generalprobe mit einem reinen Perspektivteam absolviert, scheinen die hohen Erwartungen nicht zu hoch gegriffen zu sein:

Die Wettanbieter führen die deutsche Nationalmannschaft als ersten Anwärter auf den Titel auf.

Während es die Elf von Jogi Löw im Gesamtklassement jedoch vor allem in Gestalt von Chile und Portugal mit durchaus nennenswerter Konkurrenz zu tun bekommt, scheint sich das Auftaktspiel gegen Australien laut der Prognosen für einen ungefährdeten Aufgalopp zu empfehlen.

Der amtierende Asienmeister steht schließlich im Verdacht, die schwächste Mannschaft des zweiten Vorrundenquartetts zu stellen – weshalb sich so mancher deutsche Spieler schon vor dem Termin am Montagnachmittag mit etwas längerfristigen Zielen beschäftigt.
 
 
 


Der fussballportal.de Tipp: Deutschland gewinnt gegen Australien

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Das deutsche Team strotzt vor Tatendrang

So lassen etwa die Äußerungen von Emre Can erahnen, dass sich das gen Russland entsandte B-Team längst das Selbstbewusstsein der abwesenden Leistungsträger zu eigen macht. Der 23-Jährige traut es auch dem bunt zusammengewürfelten Haufen zu, ganz im Stile der Helden von Rio zu Werke zu gehen:


„Wir fahren als Weltmeister zu diesem Turnier, dann ist es auch das Ziel, den Titel zu gewinnen. Wir sind eine richtig gute Mannschaft – und mit jeder Einheit vor Ort werden wir noch besser zusammenfinden.“


Der Weltmeister-Trainer scheint diesen großen Optimismus hingegen nur bedingt zu teilen. Im Vorfeld ließ Joachim Löw wiederholt vernehmen, dass es gegen so manchen in Bestbesetzung zu erwartenden Konkurrenten in den nächsten Tagen durchaus ziemlich kritisch werden kann.

 

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Vielleicht auch, weil bislang noch nie ein amtierender Gewinner des Confed Cup auch die folgende Weltmeisterschaft gewann, wird den Ergebnissen des anstehenden Mini-Turniers aber ohnehin nur eine streng untergeordnete Bedeutung beigemessen.

 


„Es ist ein bisschen Entwicklungsprogramm. Bei den Stammspielern, die Weltmeister wurden, ist es eher ein Verwalten, Justieren und dafür sorgen, dass sich alle gut fühlen. Hier hat man das Gefühl, das man wieder mehr verändern kann.“

– Auch nach der Vermutung von Oliver Bierhoff wird die eigentliche Arbeit in Russland im Verlauf der Trainingseinheiten verrichtet.


 

Mit umso größerem Ernst wird hingegen der Plan verfolgt, die zahlreichen DFB-Neulinge auf das Niveau der echten Nationalmannschaft zu hieven. Entsprechend konnte Löw-Assistent Marcus Sorg sämtlichen im Kader befindlichen Spielern schon im Vorfeld ausreichend Einsatzminuten versprechen:

„Wir sind insgesamt sehr gut aufgestellt. Wir wollen alle Spieler sehen, sie kennenlernen, ihnen unsere Spielauffassung näherbringen. Wir wollen sie an internationalem Niveau schnuppern lassen und ihnen Turniererfahrung verschaffen.“

 

Das DFB-Team startet mit einem Mini-Kader

Der sich kurzfristig nochmals verkleinernde Kader dürfte es dabei noch ein bisschen einfacher machen, jedem WM-Kandidaten zu seiner Bewährungsprobe zu verhelfen. Nach der Absage des angeschlagenen Diego Demme geht die deutsche Elf nur mit 21 Spielern an den Start.

Da Löw auf die mögliche Nachnominierung eines Ersatzmanns verzichtete, wird der Leipziger wohl aber ohnehin als verzichtbar angesehen – nicht von ungefähr musste der 25-Jährige schon zuletzt am längsten auf seinen Premiereneinsatz warten.

 

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Bild: Werden gegen Australien wohl das deutsche Angriffsduo bilden: Die Neulinge Lars Stindl (l.) und Sandro Wagner (r.). (Credit: Marvin Ibo Guengoer/dpa Picture Alliance)


 

Während alle anderen sechs Debütanten bereits beim freundschaftlichen 1:1 in Kopenhagen zum Einsatz kamen, kann Demme nach dem jüngsten Länderspiel-Doppel lediglich auf einen kurzen Jokereinsatz beim WM-Qualifikations-Spaziergang gegen San Marino verweisen.

Die verbliebenen Spieler haben die unlängst absolvierten Termine derweil umso entschlossener zu nutzen gewusst. Wenngleich beide Generalproben für den Confed Cup kaum als ernstzunehmende Standortbestimmung taugten, konnten diese zumindest aber doch die Ahnung einer vorhandenen Wettbewerbstauglichkeit vermitteln.

 
Dem nun in Sotschi wartenden Auftaktgegner war es hingegen nicht nach Wunsch gelungen, die im Vorfeld bestrittenen Partien schon einmal zum Hochfahren sämtlicher Systeme zu nutzen: So bekam bereits der 3:2-Sieg gegen Saudi-Arabien nur wenig Furchteinflößendes zu sehen.
 

Zwar fällt der gegen den härtesten Rivalen eingefahrene Dreier in der Endabrechnung der WM-Qualifikation möglicherweise entscheidend ins Gewicht; namentlich in der Defensive hatte jener Auftritt jedoch noch reichlich Nachbesserungsbedarf offenbart.

 

Die Vorbereitung der Socceroos ging danebenr

Noch um einiges schmerzhafter zerrte das unmittelbar vor der Abreise erlittene 0:4 gegen Brasilien die Probleme der Hintermannschaft ins Licht: In Melbourne hatte die drückend überlegene Selecao den Torreigen bereits in der ersten Spielminute eröffnet.

Nach dem frühen Rückstand taten sich die Socceroos insbesondere mit ruhenden Bällen schwer. Der über die zuvor gegen Argentinien erlittene Niederlage sichtlich verärgerte Rekordweltmeister schraubte seinen Vorsprung folglich gleich nach zwei Standardsituationen weiter in die Höhe.


Video: Im jüngsten Test gegen Rekordweltmeister Brasilien war das Team aus Down Under chancenlos. (Quelle: YouTube/GOALS PLUS)


Die Demontage lieferte den Australiern viele Gründe, den in Russland zu bewältigenden Herausforderungen mit unguten Gefühlen entgegenzusehen – erstaunlicherweise warteten die Vertreter des Teams nach der Lehrstunde dennoch mit optimistischen Kampfansagen auf.

So sieht Nationaltrainer Ange Postecoglou seine Mannen ungeachtet aller schlechter Vorzeichen noch immer dazu in der Lage, gegen die DFB-Elf mit durchgestrecktem Rücken zu Werke zu gehen: „Auch wenn das nach diesem Abend verrückt klingen mag, aber wir wollen gewinnen. Dieses Spiel war eine gute Vorbereitung auf das, was uns erwartet.“

Beim Schlagen in dieselbe Kerbe wurde überdies auch Bundesliga Legionär Mathew Leckie gesichtet. Der fortan für die Berliner Hertha tätige Australier hat es mit seiner Mannschaft bereits am Montag auf die erste große Überraschung des Confed Cups abgesehen:


„Sie haben nicht ihr bestes Team dabei, aber viele junge Talente, die sehr motiviert sein werden, für ihr Land zu spielen. Es wird definitiv schwer, aber wenn wir unsere beste Leistung zeigen und die kleinen Fehler abstellen, haben wir eine Chance.“


 

Taugt Australien zum Angstgegner?

Dieser Optimismus wird jedoch freilich weniger auf die jüngsten Auftritte als auf die letzten direkten Begegnungen mit dem Weltmeister gestützt; der im März 2011 absolvierte Test in Mönchengladbach hatte den Socceroos etwa den bis dato einzigen Sieg gegen die DFB-Auswahl beschert (2:1).

 


 

Das vor zwei Jahren in Kaiserslautern eroberte 2:2 ist Leckie darüber hinaus sogar aus dem persönlichen Erleben in guter Erinnerung geblieben: „Es war ein wirklich gutes Spiel von uns. Sie waren Weltmeister und wir sind dorthin gefahren und hätten wirklich gewinnen können.“

Machten die Australier schon damals einer deutschen B-Elf das Leben schwer, gilt es nun jedoch in Sotschi, auch einige eigene Schwächungen zu kompensieren: So muss mit dem verletzten Kapitän Mile Jedinak unter anderem auch einer der zentralen Strippenzieher auf die Teilnahme am Confed Cup verzichten.

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