EM 2012 Kader Deutschland
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Deutschlands Nationalelf gehört bei dieser EM zu den Top-Favoriten. Kein Wunder, wenn man sich den starken Kader ansieht. In nahezu allen Mannschaftsteilen finden sich Weltklasse-Spieler. Lediglich in der Verteidigung drückt der Schuh. Fussballportal.de gibt eine Übersicht über Jogis Kader und bewertet die einzelnen Mannschaftsteile:
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| * Wettquoten Stand 28.6. vor dem EM Halbfinale |
Hier gehts zur Übersicht der deutschen Nationalmannschaft:
Tor:
Die Torhüterposition ist bei Deutschland seit jeher super besetzt. So auch bei diesem großen Turnier. Mit Manuel Neuer steht einer der Top-3-Torhüter der Welt, wenn nicht sogar der allerbeste, im Aufgebot. Der Bayern-Spieler besticht durch Reaktionsschnelligkeit, seiner tollen Führung der Vorderleute und Wahnsinns-Paraden. Und für sein Alter von gerade einmal 26 Jahren bringt er Spitzenleistungen mit besorgniserregender Konstanz. Für alle Stürmer heißt das warm anziehen. Klare Nummer zwei im DFB-Tross ist der gerade zu Hoffenheim gewechselte Tim Wiese. Man mag vom Exzentriker halten was man will, aber der 30-Jährige bringt nun seit Jahren konstant gute Leistungen und ist zudem eine echte Führungspersönlichkeit, der auch abseits des Spielfelds für die Mannschaft wichtig ist. Dahinter steht Ron-Robert Zieler als Nummer 3 fest. Der Hannover-Keeper hat sich die EM-Nominierung durch eine tolle Saison verdient. Der 20-jährige Marc-Andre ter Stegen, der nach seinem Wahnsinns-Rookiejahr zuerst auch im Aufgebot vertreten war, wurde nach seinen fünf Gegentoren bei seinem Debüt gegen die Schweiz noch aussortiert. Doch die Zeit des Gladbach-Keepers wird noch kommen. Die erste Möglichkeit Erfahrung bei einem großen Turnier zu sammeln, hat er aber leider verpasst.
Abwehr:
Wenn man im ausgewogenen Kader Deutschlands eine Schwachstelle suchen möchte, dann wird man am ehesten in der Abwehr fündig. Doch selbst dort tummeln sich derart viele Klasse-Akteure, dass dieses Problem wohl viele Teamchefs gerne hätten. Die Innenverteidigung mit Badstuber, Hummels, Boateng, Höwedes und Mertesacker gehört sicher mit zu den besten. Anders sieht es auf den außen aus. Es kommt auf die Taktik des Teamchefs an, auf welcher Seite er die Klasse von Philipp Lahm ausspielen will. Entscheidet er sich für die rechts, dann dürfte auf der linken Seite Marcel Schmelzer zum Zug kommen, oder Holger Badstuber rückt auf die Außenseite, was er auch bei den Bayern schon des öfteren machen musste. Stellt Joachim Löw Lahm auf Links, dann wird rechts ein umfunktionierter Innenverteidiger, Jerome Boateng oder Benedikt Höwedes, ran müssen oder Lars Bender wechselt vom Mittelfeld auf die rechte Abwehrseite. Die Variante mit Boateng als rechtem Verteidiger wurde schon des Öfteren ausprobiert. Man kann es drehen und wenden wie man will, die Position des Linksverteidigers bleibt bei Deutschland die vakante. Zu schade, dass Bayern-Shootingstar David Alaba schon für Österreich spielt.
Mittelfeld:
Diese Position wird im DFB vom who is who des Weltfußballs bekleidet. Das Traum-Mittelfeld ist zudem mit 22,5 Jahren im Durchschnitt ein sehr junges. Eines das auf jeden Fall noch so manch großes Turnier miteinander bestreiten kann. Auch in Polen und der Ukraine ist das Mittelfeld rund um Bastian Schweinsteiger schon eines der Besten. In der Zentrale stehen neben Schweinsteiger noch sein Bayern-Co Toni Kroos, Sami Khedira, Ilkay Gündogan und Lars Bender im EM-Kader. Sein Zwillingsbruder Sven schaffte hingegen die finale Auslese nicht. Wahrscheinlich spielt neben Schweinsteiger mit Sami Khedira die defensivere Variante im 4-2-3-1 von Bundestrainer Löw von Beginn weg. Als erster Backup dient Toni Kroos, der im Mittelfeld sehr variabel einsetzbar ist und auch die offensiveren Positionen bekleiden kann. Dahinter stellen sich Gündogan, der von der Spielweise Mittelfeld-Boss Schweinsteiger sehr ähnlich ist, und Lars Bender an, um einspringen zu können, wenn es notwendig ist. Im offensivem Mittelfeld stehen mit Mesut Özil, Mario Götze, Marco Reus, Andre Schürrle, Lukas Podolski und Thomas Müller qualitativ hochwertige Alternativen zur Verfügung. Schalkes Super-Talent Julian Draxler wurde wie erwartet nur in den vorläufigen Kader einberufen, um ihm einmal genauer auf die Beine zu sehen. Auf der 10 wird wohl Real-Star Mesut Özil Platz nehmen, aber auch Mario Götze und Ilkay Gündogan sowie zur Not Thomas Müller können diesen Part spielen. Auf Links scheint der im Nationalteam beständig stark agierende Lukas Podolski gesetzt. Dahinter stellt sich Rechtsfuß Andre Schürrle an. Auf rechts duellieren sich Thomas Müller und Mario Götze um den Platz in der Startelf. Marco Reus muss da wohl auf seine Chance warten. Wenn solch hochkarätige Leute auf der Bank Platz nehmen müssen, spricht das Bände über die Stärke des Kaders.
Sturm:
Im Sturm läuft alles auf einen Zweikampf zwischen Mario Gomez und Miroslav Klose hinaus. Während der Bayern-Stürmer dieses Jahr nur knapp an der Torschützenkrone der Bundesliga scheiterte, hat auch Klose bei Lazio zu alter Stärke zurückgefunden. Für Gomez spricht die tolle Form, für Klose seine großen Verdienste rund um das Nationalteam und das Phänomen, dass er im Team nach Belieben zu treffen scheint. Klose wäre auch der größere Teamplayer der beiden Star-Stürmer. Die Entscheidung ist ein Luxusproblem für Jogi Löw und sein Team. Beide finden sich auch in den Top 5 der der Wettanbieter im Kampf um den Titel des besten Torschützen wieder. Zu hoffen bleibt, dass der Entschluss letztlich kein böses Blut in die Mannschaft bringt. Dritten Stürmer gibt es keinen im Kader. Sollten alle Stricke reißen können auch Thomas Müller, Lukas Podolski und Andre Schürrle an vorderster Front Platz nehmen, aber trotzdem scheint sich ein Stürmerproblem zu entwickeln. Leute wie Stefan Kießling und Patrick Helmes mussten von vornherein zuhause bleiben, Cacau wurde erst am Schluss eliminiert. Doch Deutschlands aktuelles Offensiv-System ist nicht ausschließlich von den Stürmern abhängig und daher reichen die Weltklasse-Akteure Gomez und Klose allemal.
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Kader Deutschland
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| Name | Geburtsdatum | Pos | Verein | Spiele* | Tore* | ||||
| Torhüter | |||||||||
| Manuel Neuer | 27.03.1986 | T | Bayern München | 25 | 0 | ||||
| Tim Wiese | 17.12.1981 | T | TSV 1899 Hoffenheim | 6 | 0 | ||||
| Ron-Robert Zieler | 12.02.1989 | T | Hannover 96 | 1 | 0 | ||||
| Verteidigung | |||||||||
| Benedikt Höwedes | 29.02.1988 | IV | FC Schalke 04 | 7 | 0 | ||||
| Marcel Schmelzer | 22.01.1988 | LV | Borussia Dortmund | 5 | 0 | ||||
| Philipp Lahm | 11.11.1983 | RV | Bayern München | 85 | 4 | ||||
| Mats Hummels | 16.12.1988 | IV | Borussia Dortmund | 13 | 0 | ||||
| Per Mertesacker | 29.09.1984 | IV | Arsenal London | 79 | 1 | ||||
| Holger Badstuber | 13.03.1989 | IV | Bayern München | 19 | 1 | ||||
| Jerome Boateng | 03.09.1988 | IV | Bayern München | 20 | 0 | ||||
| Mittelfeld | |||||||||
| Bastian Schweinsteiger | 01.08.1984 | ZM | Bayern München | 90 | 23 | ||||
| Sami Khedira | 04.04.1987 | DM | Real Madrid | 25 | 1 | ||||
| Thomas Müller | 13.09.1989 | RA | Bayern München | 26 | 10 | ||||
| Lars Bender | 27.04.1989 | DM | Bayer 04 Leverkusen | 4 | 0 | ||||
| Toni Kroos | 04.01.1990 | ZM | Bayern München | 25 | 2 | ||||
| Mesut Özil | 15.10.1988 | OM | Real Madrid | 31 | 8 | ||||
| Mario Götze | 03.06.1992 | OM | Borussia Dortmund | 12 | 2 | ||||
| Ilkay Gündogan | 24.10.1990 | ZM | Borussia Dortmund | 1 | 0 | ||||
| Lukas Podolski | 04.06.1985 | LA | Arsenal London | 95 | 43 | ||||
| Marco Reus | 31.05.1989 | RA | Borussia Mönchengladbach | 4 | 0 | ||||
| Andre Schürrle | 06.11.1990 | LA | Bayer 04 Leverkusen | 12 | 5 | ||||
| Angriff | |||||||||
| Mario Gomez | 10.07.1985 | S | Bayern München | 51 | 21 | ||||
| Miroslav Klose | 09.06.1978 | S | Lazio Rom | 114 | 63 | ||||
| Trainer: Joachim Löw | |||||||||
*Stand vom 20.05.2012
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