Fußball News vom: 24.04.2012 - 14:31
“Teamchef-Interregnum” für Lampard kein Problem
Frank Lampard ist eine Fußball-Ikone auf der Insel. Der englische Mittelfeldstratege nimmt im Sommer mit dem englischen Team zum vierten Mal in seiner Karriere an einem großen Turnier teil. Und für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine hat sich der Chelsea-Spieler einiges vorgenommen. Da stört auch nicht die Tatsache, dass England immer noch ohne fixen Teamchef da steht.
Für Lampard stellt der Rücktritt von Fabio Capello im Februar kein Problem dar. Auch der Umstand, dass der englische Fußballverband immer noch keinen Nachfolger bekannt gegeben hat, stört den Routinier nicht. “Ich glaube nicht, dass uns das beeinflussen wird. Letztlich sind wir es selbst, die entscheiden, ob das Einfluss auf uns hat, indem wir gut spielen”, betont der 33-Jährige auf der offiziellen Website der UEFA.
Die Situation ist für den Chelsea-Spieler keine unbekannte. Seit seinem Wechsel von West Ham zu den “Blues” vor fast elf Jahren, hat er bei den Londonern immerhin unter acht verschiedenen Cheftrainern gespielt.
Lampard wieder mit Redknapp vereint?
Allerdings könnte Lampard in Zukunft im Nationalteam auf einen guten Bekannten treffen. In seiner Zeit bei West Ham bestritt der Mittelfeld-Star fast 150 Partien unter Harry Redknapp, der als ganz großer Favorit auf die Capello-Nachfolge gilt.
“Wer auch immer kommen wird, kann das Team zusammenschweißen”, erwartet der Teamspieler. “Ich denke, dass die Qualität des Kaders entscheidend ist, und der Charakter der Spieler und beides ist in unserem Kader reichlich vorhanden.”
Bei der EM 2012 will Lampard, der aufgrund seines Alters laut eigenen Angaben, wohl eines seiner letzten Großereignisse bestreiten wird, für Furore sorgen. “Ich hoffe sehr, dass wir einen guten Start haben und möglichst weit kommen; und ich hoffe, meinen Teil dazu beitragen zu können und zwar einen möglichst großen.”
Zum Auftakt gegen den Erzrivalen
Ein guter Start wäre, wenn man sich den EM 2012 Spielplan betrachtet, wohl schon die halbe Miete für den Viertelfinalaufstieg. Gleich zum EM-Auftakt der EM Gruppe D kommt es am 11. Juni in Donezk zum Duell mit dem Erzrivalen Frankreich. Danach warten die Schweden, zum Ende der Vorrunde treffen die „Three Lions“ auf Co-Gastgeber Ukraine.
Der Routinier gibt sich gelassen. “Ich habe für England ja schon einige wichtige Turniere bestritten, in denen alles fast wie am Schnürchen lief, die Fans waren begeistert, wir haben gut gespielt und wir hatten das Gefühl, das Turnier auch gewinnen zu können.” Allerdings lief es nicht immer derartig rund, das weiß auch Lampard: “Aber ich habe auch schon an Turnieren teilgenommen, in denen es von Anfang an überhaupt nicht lief und wir kein Gefühl für das Turnier entwickeln konnten.”
England-Fans pessimistisch
Vertraut man verschiedenen Umfragen im “Mutterland des Fußballs”, dann glauben die Fans an Letzteres. Die meisten gehen davon aus, dass sich die Engländer nicht mit Ruhm bekleckern werden, egal, wer auf der Trainerbank sitzt.
