Israel muss vor Geisterkulisse spielen
Das israelische Nationalteam muss auf Anordnung der UEFA sein EM-Qualifikationsspiel gegen Andorra ins niederländische Nimwegen verlegen. Fans sind zu der Partie nicht zugelassen.
Die israelische Nationalmannschaft muss ihr Qualifikationsspiel für die EM 2008 gegen Andorra wegen des Nahost-Krieges nicht nur auf fremden Boden austragen, sondern kann dabei auch nicht auf Unterstützung der Fans hoffen. Das ins niederländische Nimwegen verlegte Länderspiel findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das teilte der niederländische Erstligist Nimwegen am Mittwoch auf seiner Internetseite mit. Die Begegnung wird am 6. September ausgetragen.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte wegen des Nahost-Krieges bis auf Weiteres die Austragung von Länderspielen und Europacup-Begegnungen in Israel untersagt. Erst wenn sich die Situation im Krisengebiet entscheidend ändert, will die UEFA über das Heimspiel-Verbot für israelische Mannschaften neu beraten.
Israelische Vereinsmannschaften mussten bereits auf neutralen Boden ausweichen
Wegen der Sicherheitsbedenken waren bereits die Spiele von Israels Meister Maccabi Haifa in der dritten Runde der Qualifikation zur Champions League gegen den englischen Rekordmeister FC Liverpool sowie von Beitar Jerusalem in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Dinamo Bukarest auf neutralem Boden ausgetragen worden.
Weitere Gegner Israels auf dem Weg zur Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich sind England, Kroatien, Russland, Estland und Mazedonien.
(c) sid
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