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Hertha BSC, Titel & Erfolge

Titel und Erfolge von Hertha BSC


Deutscher Meister: 1930, 1931

Deutscher Vize-Meister: 1926, 1927, 1928, 1929, 1975

DFB-Pokal-Finalist 1977, 1979, 1993 (Amateure)

Ligapokal-Sieger 2001, 2002

UEFA-Cup-Halbfinale 1978/79

Champions-League-Zwischenrunde 1999/2000


1930: Nach vier Finalniederlagen endlich Meister

Die Hertha war eine der dominierenden deutschen Mannschaften der Zwischenkriegszeit. Von 1926 bis 1931 erreichten die Berliner sechs Mal in Folge das Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Allerdings musste die Hertha bis zum fünften Anlauf warten, ehe endlich der erste Titelgewinn gefeiert werden konnte. Vier Mal in Folge scheiterte man im Endspiel (1926 und 1929 an der SpVgg Fürth, 1927 am 1. FC Nürnberg und 1928 am Hamburger SV). Und auch beim fünften Versuch sah es zunächst danach aus, als ob die Berliner ihr Finaltrauma nicht abschütteln können.

Am 22. Juni 1930 geriet die Hertha vor 40.000 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion gegen Holstein Kiel bereits nach acht Minuten mit 0:2-in Rückstand. Zwei Tore von Johannes Sobek sorgten aber für den Ausgleich nach 26 Minuten. Nach dem Pausenstand von 3:3 gingen die Berliner in der 68. Minute durch Bruno Lehmann erstmals in Führung, aber acht Minuten vor Schluss glich Kiel aus. Schließlich war es Hans Ruch der drei Minuten vor Schluss den vielumjubelten Siegestreffer für die Hertha erzielte und damit den langersehnten Titelgewinn fixierte.

Im Jahr darauf wiederholte die Hertha ihren Erfolg. Vor 50.000 Zuschauern in Köln gerieten die Berliner im Endspiel gegen 1860 München zwei Mal in Rückstand, beide Male glich Sobek aus und in der vorletzten Minuten traf Willi Kirsei zum 3:2-Siegtreffer.

Die Mannschaft von Hertha BSC im Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1930:

Paul Gehlhaar – Willi Völker, Rudolf Wilhelm – Otto Leuschner, Ernst Müller, Herbert Radecke – Hans Ruch, Johannes Sobek, Bruno Lehmann, Willi Kirsei, Hermann Hahn

1979: Am Titel knapp vorbei

Nach Jahren der Mittelmäßigkeit und sogar Zweitklassigkeit ging es für die Hertha in den 1970er-Jahren wieder aufwärts. Zwei dritten Plätzen in den Jahren 1970 und 1971 folgte in der Saison 1974/75 mit Platz zwei die beste Platzierung der Berliner Bundesliga-Geschichte. Zwei Jahre später stand der Verein erstmals im Endspiel des DFB-Pokals, in dessen Verlauf man im Viertelfinale die Münchener Bayern nach Verlängerung mit 4:2 besiegt hatte. Das erste Finalspiel gegen den 1. FC Köln endete am 28. Mai 1977 nach Verlängerung 1:1 und musste damit wiederholt werden. Zwei Tage später siegten die Kölner mit 1:0.

Zwei Jahre später revanchierte sich die Hertha an den Geißböcken im Achtelfinale des Pokalbewerbs mit einem 2:0-Sieg nach Verlängerung. Nach einem 6:1 gegen Uerdingen und einem 2:1 über Eintracht Frankfurt zogen die Berliner erneut ins Endspiel ein. Am 23. Juni 1979 stand es im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf nach 90 Minuten 0:0 und auch die Verlängerung blieb lange torlos. Als alles schon mit einem Remis rechnete, traf Seel in der 116. Minute zum 1:0 für die Fortuna, die Hertha ging erneut leer aus.

Im gleichen Jahr hatte Hertha BSC auch international für Aufsehen gesorgt. Im UEFA-Pokal setzte man sich gegen Trakia Plovdiv, Dinamo Tiflis, Esbjerg FB und Honved Budapest durch und erreichte das Halbfinale gegen Roter Stern Belgrad, wo man am Ende nur aufgrund der Auswärtstorregel (0:1 und 2:1) den Finaleinzug verpasste.

Die Mannschaft von Hertha BSC im DFB-Pokal-Finale 1979 gegen Fortuna Düsseldorf:
Norbert Nigbur – Michael Sziedat, Uwe Kliemann, Ole Rasmussen, Hans Weiner, Holger Brück, Wolfgang Sidka, Dieter Nüssing, Erich Beer, Jürben Milewski (Henrik Agerbeck), Dietmar Krämer (Thomas Remark)

Historische Bestmarken (1. Bundesliga)

Die höchsten Siege:
Heim: Hertha BSC – Borussia Dortmund 9:1 (18.04.1970), Hertha BSC – Hamburger SV 6:0 (10.03.2002), Hertha BSC – 1860 München 6:0 (08.03.2003), Hertha BSC – Borussia Mönchengladbach 6:0 (04.12.2004), Hertha BSC – Hamburger SV 6:1 (29.05.1999), Hertha BSC – Eintracht Frankfurt 6:1 (10.08.2013), Hertha BSC – Bayer Uerdingen 5:0 (30.08.1975), Hertha BSC – FC St. Pauli 5:0 (18.02.1978)
Auswärts: Eintracht Frankfurt – Hertha BSC 0:5 (28.01.1978), Hannover 96 – Hertha BSC 2:6 (04.10.1975), VfL Wolfsburg – Hertha BSC 1:5 (21.03.2010), Eintracht Frankfurt – Hertha BSC 0:4 (29.03.1980), Hamburger SV – Hertha BSC 0:4 (11.12.1998), Eintracht Frankfurt – Hertha BSC 0:4 (25.11.2000), Alemannia Aachen – Hertha BSC 0:4 (28.04.2007)

Die höchsten Niederlagen:
Heim:
Hertha BSC – Hamburger SV 0:6 (05.04.1980), Hertha BSC – Bayern München 0:6 (17.03.2012), Hertha BSC – Bayer Leverkusen 1:5 (03.05.2006), Hertha BSC – Bayern München 0:4 (21.03.1970), Hertha BSC – Schalke 04 0:4 (18.11.2000), Hertha BSC – SC Freiburg 0:4 (20.09.2009), Hertha BSC – Borussia Dortmund 0:4 (10.05.2014)
Auswärts:
Werder Bremen – Hertha BSC 6:0 (05.04.1991), Borussia Dortmund – Hertha BSC 7:2 (19.10.1963), Werder Bremen – Hertha BSC 5:0 (15.04.1972), 1. FC Kaiserslautern – Hertha BSC 5:0 (15.04.1976), VfL Bochum – Hertha BSC 5:0 (17.08.1977), VfB Stuttgart – Hertha BSC 5:0 (15.12.1979), Hannover 96 – Hertha BSC 5:0 (31.01.2007), VfB Stuttgart – Hertha BSC 5:0 (11.02.2012)

Spieler mit den meisten Toren:
1. Michael Preetz (84) 2. Erich Beer (83) 3. Lorenz Horr (75) 4. Marcelinho (65) 5. Marko Pantelic (45)

Spieler mit den meisten Einsätzen:
1. Pal Dardai (286) 2. Michael Sziedat (280) 3. Holger Brück (261) 4. Erich Beer (253) 5. Dick van Burik (245)