Fußball News vom: 19.05.2010 - 10:22
Schmadtke und Slomka weiter gemeinsam in Hannover
Hannover 96 setzt auch in der neuen Saison auf eine Zusammenarbeit mit Sportdirektor Jörg Schmadtke und Trainer Mirko Slomka. Dies erklärte der 96-Vorstandsvorsitzende Martin Kind.
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Bei Hannover 96 soll wieder zusammenwachsen, was auch im Profifußball zusammengehört. Miteinander und nicht wie in der Vergangenheit neben- oder sogar gegeneinander müssen Sportdirektor Jörg Schmadtke und Trainer Mirko Slomka auf Geheiß von Präsident Martin Kind die Niedersachsen vor einer erneuten Katastrophensaison bewahren. In der abgelaufenen Spielzeit hatten die Norddeutschen den Abstieg aus der Bundesliga nur mit knapper Not verhindern können.
Nach zehntägiger Bedenkzeit hat Kind seinen beiden leitenden Angestellten eine zweite Chance gegeben - auf mehr Erfolg und eine gedeihlichere Zusammenarbeit. “Ich bin optimistisch, dass das für den Verein und die Entwicklung eine gute Entscheidung ist”, sagte der Klub-Boss dazu. Zwei weitere Aufhebungskontrakte in der 96-Führungsetage wären für die “Roten” aber auch unangenehm teuer geworden: Sowohl Schmadtke als auch Slomka stehen noch bis ins nächste Jahr hinein in Hannover unter Vertrag.
Letzter Versuch Kontinuität in den Verein zu bringen
Für Kind ist es der vielleicht letzte Versuch, Kontinuität in einen Verein zu bringen, bei dem sich das Personalkarussell in der jüngeren Vergangenheit besonders schnell drehte. Schon vor Slomka wurden in Dieter Hecking und Andreas Bergmann in der letzten Saison gleich zwei Übungsleiter verschlissen. Unruhe, die gepaart mit dem tragischen Tod von Nationaltorhüter Robert Enke, fast in die Zweitklassigkeit geführt hätte.
So gesehen ist das ungleiche Duo Schmadtke/Slomka von Kind zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengekettet worden: “Ihre Aufgabe ist ‘96′, und die werden sie gemeinsam angehen.” Wobei Ex-Bundesligakeeper Schmadtke im Zweifelsfall das letzte Wort haben soll. “Er muss eine Mannschaft zusammenstellen, die charakterlich zusammenpasst und in letzter Konsequenz über Zugänge entscheiden - im besten Fall in Abstimmung mit dem Trainer”, sagte Kind der Sport Bild.
Und derlei Beschlüsse wird es in den kommenden Wochen reichlich geben, denn der 96-Kader ist im Umbruch und wird stark verändert in die neue Saison gehen. Sicher ist der Weggang von Vinicius, Arnold Bruggink und Publikumsliebling Jiri Stajner, vor dem Absprung steht auch Hanno Balitsch. Noch nicht geklärt ist auch, ob ein neuer Torhüter verpflichtet wird.
(c) sid



