Fußball News vom: 14.03.2010 - 19:21
Leverkusen bleibt am Spitzenduo dran
Bayer Leverkusen bleibt hartnäckigster Verfolger des Spitzenduos Bayern München und FC Schalke. Am 26. Spieltag jubelte die Werkself über einen 4:2-Erfolg gegen den Hamburger SV.
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Als die Spieler von Bayer Leverkusen mit den Fans jubelten, verschwand der ungeliebte Ex-Trainer Bruno Labbadia nach einer Demütigung mit gesenktem Haupt gerade im Kabinentrakt. Der Herbstmeister feierte mit einem 4:2 (1:1)-Triumph gegen den Hamburger SV am Sonntagabend nach einer Mini-Krise eine kleine Wiederauferstehung und meldete sich mit einer Gala eindrucksvoll im Kampf um die deutsche Meisterschaft zurück.
“Es war heute ein wichtiges Spiel für uns. Wichtig, weil Bayern und Schalke vorgelegt haben und um auch die Distanz nach unten zu bewahren”, sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes. Sein Kollege Bruno Labbadia, der Leverkusen im Unfrieden nach einem Jahr und einem bespiellosen Absturz in der Rückrunde in Richtung Hamburg verlassen hatte, wurde von den Zuschauern mit Schmäh-Chören wie “Schießbuden-Bruno” bedacht.
“Wichtig, ligaweit ein Zeichen zu setzen”
Das allerdings geriet gänzlich zur Nebensache. Leverkusen lieferte eine Gala mit Toren von Stefan Kießling, der seine Treffer 15 und 16 (22. und 62.) erzielte, Eren Derdiyok (55.) und Gonzalo Castro (84.) ab und ist mit drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München und einem Zähler auf Schalke 04 wieder mitten im Titelrennen. Für den HSV trafen Ze Roberto (33.) und David Rozehnal (83.).
“Es war ganz wichtig, ligaweit ein Zeichen zu setzen. Wir haben zuletzt nicht so gut gespielt, jetzt sind wir zurecht belohnt worden”, sagte Nationaltorhüter Rene Adler, der mit einem Patzer das zwischenzeitliche 1:1 von Ze Roberto begünstigte und damit wieder Diskussionen um seinen Status als Nummer eins bei der WM anfachte. “Ich habe gerufen und er hatte es auch gehört, war aber zu fokussiert. Das sieht blöd aus”, sagte Adler zur Kommunikation mit Sami Hyypiä.
Heynckes nahm seinen Torwart in Schutz. “Das war ein Abstimmungsproblem. Da kann man keinem einen Vorwurf machen”, sagte der Coach.
Hochklassiges Bundesligaspiel
In einem hochklassigen Bundesligaspiel vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena setzten beide Mannschaften von Beginn an auf Offensive und lieferten sich teilweise einen offenen Schlagabtausch. Dem HSV, der noch am Donnerstag den RSC Anderlecht in der Europa League besiegt hatte, war dann aber im zweiten Durchgang die Doppelbelastung anzumerken.
Nicht aber in den ersten 45 Minuten: Die erste Chance hatten die Hamburger. Nach einem Traumpass von Eljero Elia war Mladen Petric frei durch, lupfte den Ball aber nicht nur über Adler, sondern auch knapp neben das Tor (11.).
In der Folgezeit erarbeiteten sich die Gäste ein Übergewicht und überzeugten in der Offensive mit einigen tollen Ballstafetten, wie etwa in der 21. Minute, als David Jarolim nach einer Traumkombination über Marcell Jansen, Eljero Elia und Ruud van Nistelrooy scheiterte.
Van Nistelrooy erneut von Beginn an
Van Nistelrooy stand wie schon am Donnerstag gegen Anderlecht in der Startformation, spielte 70 Minuten und findet sich im HSV-Spiel immer besser zurecht. So stark die Hamburger Offensive derzeit aber auch ist, in der Abwehr hakt es bei den Norddeutschen nach wie vor. So hebelte Tranquillo Barnetta mit einem Pass die ganze HSV-Hintermannschaft aus und bediente Kießling, der Rost keine Chance ließ. Im Anschluss an den Führungstreffer entwickelte sich die beste Leverkusener Phase mit weiteren Chancen von Renato Augusto (27.) und Arturo Vidal (29.).
Adler und Hyypiä behindern sich beim 1:1 gegenseitig
So bedurfte es schon Leverkusener Mithilfe, um den HSV wieder ins Spiel zu bringen. Nach einem langen Ball von Joris Mathijsen behinderten sich Adler und Hyypiä gegenseitig. Nutznießer des Missgeschicks war Ze Roberto, der mit einem Heber den Ausgleich erzielte.
Im zweiten Durchgang waren es die Leverkusener, die das Spiel an sich rissen und auch prompt zur erneuten Führung kamen. Nach einem langen Ball von Daniel Schwaab war Derdiyok per Kopf zur Stelle. Sieben Minuten später erhöhte Sturmpartner Kießling ebenfalls per Kopf, nachdem sich Renato Augusto auf der Außenbahn durchgesetzt hatte.
(c) sid



