Fußball News vom: 06.05.2010 - 12:12
Arminia Bielefeld beschließt Satzungsänderung
Der von der Insolvenz bedrohte Zweitligist Arminia Bielefeld hat eine Satzungsänderung beschlossen, durch die das finanzielle Engagement von Unternehmen gewährleistet werden soll.
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Die Mitglieder des Zweitligisten Arminia Bielefeld haben den Weg zur Rettung des Vereins frei gemacht. 95,4 Prozent der 1141 Anwesenden stimmten auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des finanziell schwer angeschlagenen Klubs am Mittwochabend für eine richtungweisende Satzungsänderung.
Diese besagt, dass der Verwaltungsrat künftig nicht mehr von den Mitgliedern direkt, sondern vom Vorstand gewählt wird. An diese Bedingung hatten große Wirtschaftsunternehmen aus der Region ihre finanzielle Unterstützung für den langjährigen Erstligisten geknüpft, der bis zur endgültigen Lizenzerteilung am 2. Juni 12 Millionen Euro auftreiben muss. Nur dann erhalten die Ostwestfalen die Spielberechtigung für die kommende Saison, ansonsten droht die Insolvenz.
“Neue Satzung ist keine Lebensversicherung”
“Die neue Satzung ist keine Lebensversicherung. Aber Sie als Mitglieder haben das Recht und die Pflicht, den Verantwortlichen noch heftiger als zuvor auf die Finger zu klopfen”, sagte der renommierte Sport-Anwalt Christoph Schickhardt, der als Versammlungsleiter fungierte. Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen hatte vor der Abstimmung eine flammende Rede für den Erhalt des Profifußballs in Bielefeld gehalten.
Der designierte Präsident Wolfgang Brinkmann, für den die Satzungsänderung Voraussetzung für eine Kandidatur war, hatte im Vorfeld erklärt, der Klub werde drei Millionen Euro an Eigenleistung bringen. Drei Millionen werden aus der Wirtschaft erwartet, die restlichen sechs von der Stadt.
Wenige Stunden vor der Sitzung hatte Geschäftsführer Heinz Anders den Verein nach nur neun Monaten Amtszeit um eine Auflösung seines Vertrages gebeten.
(c) sid



